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Immer auf Draht. Seilbahnen vernetzen

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Die Pionierleistungen in der Projekt- und Baugeschichte der Bergbahnen Alt-Tirols sind das Thema dieser neuen Sonderausstellung in der Festung Franzensfeste.

Die Aufbruchsstimmung in Wirtschaft, Politik und Kultur der ausklingenden Donaumonarchie prägen die Eisenbahn- und Tourismusgeschichte in Tirol. Die Vernetzung der Region durch die Eisenbahn und die Erschließung der Berge durch die Seilbahnen stellten die maßgeblichen Voraussetzungen für die rasante Entwicklung des Tourismus dar. Die nationale Konfliktsituation im mehrsprachigen Grenzland des südlichen Tirols machten die altösterreichische Bahnlandschaft von Kufstein bis zum Gardasee zu einem heißen Pflaster und spornte aber auch zu technischen Pionierleistungen an. Die widrigen topographischen Bedingungen, die Höhenunterschiede und die wilden, noch ungezähmten Wasserressourcen waren Herausforderung und Chance zugleich.
Die Ausstellung gibt Einblick in diese Pionierleistungen und den Technologiewandel im Seilbahnen-Bau im Tiroler Raum und stellt bedeutende Bergbahnen aus den anderen Alpenregionen gegenüber. Die Themen werden in sieben Bereiche zusammengefasst: Sie reichen von der Herstellung von Seilen und Winden über die ersten Passagier-Schlittenlifte, die weltweit ersten Gondelbahnen in der Region bis hin zu einem Ausblick auf die urbanen Seilbahnen der Gegenwart.
Neben informativen Texten und einer umfangreichen Fotodokumentation bilden zahlreiche originale Leihgaben wie die erste Gondel der Kohlerer Seilbahn von 1908 mit den originalen Plänen, die erstmals zu sehen sind, der Schlittenlift der Familie Griesser des Hotels Panorama auf der Seiser Alm, der Marmorschlitten aus Laas, die Verseilungsanlage des Josef Obkircher aus Matrei in Osttirol, die Originalstütze mit Rollenbatterie des Schikarussells Alta Badia, Modelle der Universität Innsbruck für die Bergstationen Seegrube und Hafelekar bei Innsbruck, eine Gondel der Muttereralm Bahn von Georg Saischeck, u.a.
Die Ausstellung wurde von Wittfrida Mitterer, Direktorin des Kuratoriums für technische Kulturgüter kuratiert und gestaltet. Sie ist der dritte und letzte Teil einer Ausstellungsreihe des Kuratoriums zu den technischen Pionierleistungen im Tiroler Raum.
Begleitend zur Ausstellung läuft der Schülerwettbewerb "Kennst du deine Heimat".


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