Musik & Konzerte

Transart Festival: NEG - Suonare le pause

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Das NEG produziert somit „Negativ-Musik“ und stößt bis heute eine hochaktuelle kritische Reflexion über die Gesellschaft und den Konsum an.

Was, wenn die Pausen in Musik und Sprache plötzlich hörbar werden? 1970 modifizierte der Konzeptkünstler Vincenzo Agnetti (Mailand, 1926-1981) einen Plattenspieler, sodass dieser in Abwesenheit eines Tones eine Frequenz erzeugt und so die Stille der Pausen erklingen lässt. Das NEG produziert somit „Negativ-Musik“ und stößt bis heute eine hochaktuelle kritische Reflexion über die Gesellschaft und den Konsum an. Es hinterfragt die Entfremdungsprozesse, die durch den Einsatz von Maschinen und Technologien hervorgerufen werden. Das mdi ensemble integriert in einem einmaligen Konzertsetting die „Pausenmusik“ des NEG in einige Kompositionen von John Cage, dem das Programm gewidmet ist. Außerdem sind in einer Ausstellung Archivmaterialien zur Geschichte des NEG und zu früheren musikalischen Experimenten damit zu sehen.