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The Presence of Absence

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Teodora Axente präsentiert uns in ihren mysteriösen Gemälden weibliche und männliche Figuren, welche in opulente, kostümartige Gewänder gehüllt sind.

Teodora Axente
" The Presence of The Absence"

Teodora Axente präsentiert uns in ihren mysteriösen Gemälden weibliche und männliche Figuren, welche in opulente, kostümartige Gewänder gehüllt sind und sich in bühnenhaft inszenierten Räumen befinden. Jedoch die Bewegungen, Körperhaltungen und Gesichtsausdrücke dieser Charaktere entführen uns in eine andere Welt, jenseits des schönen Scheins und der theatralischen Inszenierung, so als würden sie sich dieser Realität entziehen, als wären sie Repräsentanten des Überganges in eine jenseitige Realität. Die Körper sind weich, durchscheinend und fließend, die Köpfe oft gesenkt, die Augen geschlossen, oder der Blick hinter Masken oder dekorativen Elementen versteckt. Ihre Gewänder jedoch verführen mit ihren goldenen und glänzend irisierenden Oberflächen unseren Blick, und gaukeln uns eine opulente physische Präsenz vor, hinter der die Figuren zu verschwinden scheinen. Ganz offensichtlich thematisiert Teodora Axente das Verschwinden, die Nicht-Existenz, das Flüchtige und die Verweigerung, so z.B. in Arbeiten wie "The Throne", wo der drapierte Stoff an die Stelle des menschlichen Körpers tritt, und nur mehr die Imagination einer körperlichen Präsenz übrigbleibt.
Mit diesen Arbeiten greift Teodora Axente eine Jahrhunderte lange Tradition der Darstellung des meist weiblichen Körpers in Verbindung mit dem Thema des Todes oder des Verschwindens auf. Die Philosophinnen Elisabeth Bronfen und Christina von Braun schreiben darüber, wie sich die Gegensatzpaare von Begehren und Verlust in der westlichen Bild- und Erzähltradition einen unumstößlichen Platz in der Verknüpfung mit dem weiblichen Körper erobert haben. Beispiele hierfür sind die "schöne Leich" Ophelia bei Shakespeare, aber auch Schneewittchen unter seinem gläsernen Sarg, genauso wie unter vielen anderen Beispielen auch die Figur der Femme fragile, welche als weibliche Kunstfigur den Übergang vom 19. ins 20.Jahrhundert maßgeblich prägte.
Die Verknüpfung zwischen dem Thema des Verschwindens mit jenem der Schönheit birgt eine sowohl anziehende wie auch abstoßende Wirkung auf den Betrachter. Teodora Axente bedient sich dieser Bildtradition, indem sie ihre Figuren ikonografisch in einem historisch undefinierten Bereich ansiedelt, sie jedoch durch die Textur der Alltagsmaterialien ihrer Gewänder und anhand einer ausgefeilten malerischen Technik in die heutige Zeit herüberholt.


Ausstellungs-Informationen

Durchführung

Kurator: Sabine Gamper
Künstler: Teodora Axente

Vernissage

Einführung - Vernissage: Sabine Gamper