Ausstellungen

Sotsëura

Veranstalter: Tublà da Nives
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Skulpturen von Willy Verginer

Beim Betrachten der Werke Willy Verginers wäre man leicht versucht, sie nur auf Grund ihrer technischen Qualität anzusehen und danach zu beurteilen. Der außergewöhnliche Hyperrealismus seiner Figuren könnte den Betrachter quasi ihre Botschaft vergessen lassen, und dabei am innigsten Wunsch des Künstlers, Geschichten zu erzählen, vorbeigehen. Verginer erzählt aktuelle, moderne Geschichten, die nicht auf eine Figur allein fokussieren. Ihre wirkliche Bedeutung erschließt sich erst in Verbindung mit den anderen. Verginers große Reife und künstlerisches Können spiegeln sich in diesen Geschichten wieder. Er schafft eine sehr persönliche graphic novel, wobei Plastik und Malerei in einen Dialog miteinander treten. Die Farbe dient dem Künstler zur Hervorhebung. Sie entspricht seinem Willen, einen bestimmten Teil, fast immer den bedeutungstragenden Teil des menschlichen Figur, herauszuschälen. Nicht zufällig sind in seinen letzteren Arbeiten manche Figuren auf Brust- oder Halshöhe abgeschnitten. Eine willentliche oder eher unbewußte Geste, Überflüssiges auszusparen? Verginers Geschichten erzählen von einer immer wackliger werdenden Beziehung zwischen der Natur und der Gesellschaft. Nur selten greift Verginer auf Gestalten von alten Menschen zu. Seine Erzähler sind junge Frauen und Männer, und vor allem Kinder. In ihren Händen liegt die Zukunft. Es sind Hände, aus denen Enzian wächst; es sind Körper, um die sich Blumenranken winden. Es sind lebendige Blumen, die aus diesen Körpern Lebenssaft und Weisheit aussaugen. Dort, wo die Botschaft des Künstlers pessimistisch anmutet, kommt eine subtile Ironie zum Tragen, die den Pessimismus mildert und für einen Augenblick unsere Reflexion ausschaltet.


redaktionell geprüft



Ausstellungs-Informationen

Durchführung

Künstler: Willy Verginer

Vernissage

Begrüßung - Vernissage: Dr. Leo Senoner
Einführung - Vernissage: Roberto Festi


Event-Eigenschaften

Wetter

Bei schlechtem Wetter