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Som Supaparinya: Mo num en ts - Ausstellung

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Museion zeigt Mo num en ts, einen Film der thailändischen Künstlerin Som Supaparinya, entstanden im Rahmen des Han Nefkens Foundation Southeast Asian Video Art Production Grant 2024.



Seit mehr als zwanzig Jahren bewegt sich Supaparinya an der Schnittstelle von historischer Forschung und Feldarbeit und untersucht die Landschaften Südostasiens als Orte, die durch politische Ideologien, ökologische Transformationen und kollektive Erinnerungen geprägt wurden. In Mo num en ts richtet die Künstlerin ihren Blick auf die langfristigen Auswirkungen der Infrastrukturen des Kalten Krieges in der Mekong-Region. Staudämme, Straßen und Stromnetze erscheinen dabei nicht nur als Zeichen der Modernisierung, sondern als dauerhafte Strukturen, die Territorien, Gemeinschaften und Umwelten bis heute formen.



Das Werk wird als Videoinstallation präsentiert und verwebt neu produziertes Material mit Archivaufnahmen aus Medien und Propaganda des Kalten Krieges. Durch eine vielschichtige und fragmentarische Bildsprache stellt der Film verschiedene Zeitlichkeiten und Perspektiven in Beziehung zueinander und entzieht sich einer linearen Erzählung zugunsten einer komplexeren und offeneren Lektüre der Geschichte.



Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit internationalen Partnerinstitutionen realisiert, darunter das Jim Thompson Art Center (Bangkok), The Outpost (Hanoi), das Hiroshima City Museum of Contemporary Art, die Kunsthal Charlottenborg (Kopenhagen) und das Rockbund Art Museum (Shanghai). Nach der Präsentation an diesen Orten wird die Arbeit in die Sammlung von Museion eingehen.



Mit Mo num en ts betrachtet Supaparinya die Landschaft als lebendiges Archiv, in das politische Entscheidungen, ökologische Prozesse und menschliche Erfahrungen dauerhaft eingeschrieben sind.