Musik & Konzerte

Solo, a due e a tre

Veranstalter: Verein Cordia
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Sonaten von Johann Sebastian Bach, Antonio Vivaldi, und Giovanni Benedetto Platti



Musica sonata & concertata



Instrumentalmusik in verschiedenster
Besetzung



Wenngleich sich die Instrumentalmusik am
Anfang des 16. Jahrhunderts  von ihrer
Rolle als Stütze der Vokalmusik löst und sich mit dem Begriff “Sonata” von der
musica cantata abgrenzt, so bleibt doch das Grundbedürfnis des Musizierens der
Gesang und die musikalische Rede.  Beim
Vortrag eines Soloinstrumentes, vor allem bei Streichern oder Bläsern, erfolgt
es quasi in der Form eines Monologs. Meist aber wird die Solostimme von einer
Basslinie harmonisch unterstützt und getragen, manchmal tritt der Bass auch
kontrapunktisch als Partner in das musikalische Geschehen ein. Fügt der
Komponist noch eine zweite Melodiestimme hinzu, entsteht die im Barock sehr
beliebte Sonata a tre, die Triosonate, in welcher sich die zwei Melodiestimmen
im musikalischen Dialog einander melodisches Material zuwerfen, sich in
Nachahmungen verweben oder sich im musikalischen Wettstreit ereifern.



Der Begriff “concerto” steht für das
Zusammenklingen einer größeren Instrumentengruppe, ohne Hervorhebung von
einzelnen Soloinstrumenten, wobei im 17. Jahrhundert meist noch auf eine feste
instrumentale Vorgabe verzichtet wird. In den oft mit Laien besetzten
Orchestern übernehmen dann aber zunehmend die Berufsmusiker an den ersten Pulten
die schwierigeren Stellen („um größere Verwirrung zu vermeiden“, G. Torelli im
Vorwort zu seinem Op. 8); hieraus entwickelt sich das Concerto grosso mit einer
Solistengruppe und das Solokonzert mit einem oder mehreren Solisten.

Antonio Vivaldi bringt als virtuoser
Geiger die Form des Violinkonzertes zu einem Höhepunkt und versucht sich in
Kompositionen mit bis zu vier Soloviolinen, die miteinander im musikalischen
Dialog wetteifern.



Johann Sebastian Bach kopiert
eigenhändig solche Vivaldi-Violinkonzerte und bearbeitet sie für
Tasteninstrumente, sowohl mit als auch ohne Orchesterbegleitung.In seinen
späteren Werken weicht er dann von Vivaldis Machart deutlich ab: die Solo- und
Orchesterstimmen werden kontrapunktisch verwoben, kompositorische und
satztechnische Kunstfertigkeit ist wichtiger als virtuose Wirkung.



Im Laufe der Entwicklung treten neben
dem musikalischen Gehalt der Komposition immer mehr die Persönlichkeit der
Solisten in den Vordergrund. Bereits im Barock sind die Instrumentalvirtosen
gefeierte Stars, die an allen Höfen Europas mit Bewunderung und
enthusiastischem Beifall gefeiert werden. In der nun nachfolgenden klassischen
und vorklassischen Periode gibt es auch noch Konzerte mit mehreren Solisten,
oft auch Sinfonie concertanti genannt, zunehmend aber konzentriert sich die
Gattung auf einen Solisten. Bestand das begleitende Orchester im Barock
üblicherweise nur aus Streichern und Continuo, wird es in der Klassik durch
Bläser erweitert, anfangs meist je zwei Oboen und Hörner. Bevorzugte Solokonzerte
in der Zeit der Bachsöhne und des W. A. Mozart sind  das Violinkonzert und das Klavierkonzert.



 





redaktionell geprüft



Musik


Durchführung

Leitung: Stefano Veggetti


Genre

Klassik/Oper

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