Ausstellungen

Overflow | Karin Schmuck

Veranstalter: Kunstraum Café Mitterhofer
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Künstlerische Portraits der Südtiroler Fotografin Karin Schmuck, Trägerin des Premio Carlo Gajani 2018



Im fotografischen Werk von Karin Schmuck geht es um
menschliches Mühen und Scheitern, um die Widersprüchlichkeit menschlicher
Regungen und die Ambivalenz von Gefühlen und Beziehungen, auch zu und mit sich
selbst.



Es handelt sich um inszenierte Fotografie, die in ihrer
Farbwahl an die mittelalterliche Tafelmalerei, insbesondere die flämische
Malerei erinnert. Durch ein gekonntes Spiel mit Symbolik und Umkehrungen der
klassischen Kompositionen, schafft es die Künstlerin diesen Bildern eine Kraft,
aber auch eine ungewohnte Aura zu verleihen, die die BetrachterInnen berühren
und zu einem bewussteren Sehen auffordern.
 



Stillleben, die erst auf einen zweiten Blick einen entscheidenden
Moment offenbaren, wechseln sich ab mit Bildern, die Anschnitte von männlichen
und weiblichen
Figuren zeigen, die im Begriff sind, eine, oftmals
absurde, Handlung zu vollziehen. Dieser
performative Aspekt
zieht sich seit Jahren durch die Arbeit von Karin
Schmuck, eine Praxis, die auf ihre Erfahrung als Mitglied einer Tanztheater
Kompanie zurückgeht, wenngleich in diesem Falle die Akteure ausschließlich für
die Kamera performieren.
 



Wie innere Landschaften oder Traumbilder scheinen Hände,
Früchte und Objekte aus einem Dunkel hervorzutreten und evozieren
Assoziationen, verneinen sie, spinnen sie weiter.
 



Je nachdem in welcher Reihenfolge der Bilderzyklus gelesen
wird, wechselt die Färbung seiner Perzeption und nicht selten werden wir als
Betrachter uns selbst dabei ertappen wie wir unmittelbar Schlüsse ziehen oder
in eine bestimmte Richtung denken; Karin Schmuck holt uns wieder zurück und
fordert mit ihren Bildern ein Art Innehalten ein.
 



Diese fotografischen Arbeiten, mit ihrem meist
monochromen, neutralen Hintergrund, den menschlichen Körperteilen, ihren
symbolträchtigen Elementen sowie kuriosen Objekten, bewegen sich zwischen Gegensätzen
wie Ruhe und Spannung oder Leichtigkeit und Schwere.

Sie fügen sich in einen Arbeitszyklus ein, der sich mit
dem künstlerischen Portrait beschäftigt, ein Thema, das von der Künstlerin seit
Jahren vertieft wird.
 



Diese Ausstellung ist Teil der Ausstellungsserie „Einsamkeit und Zorn - Wege zum Museum
2019“
des Stadtmuseums Bruneck | Museumsverein Bruneck. Weitere
Informationen unter www.stadtmuseum-bruneck.it


redaktionell geprüft



Ausstellungs-Informationen


Durchführung

Künstler: Karin Schmuck


Vernissage

Begrüßung - Vernissage: Roberta Webhofer, Referentin für Kultur
Einführung - Vernissage: Markus Pescoller, Wege zum Museum
Künstler/in anwesend Mit Vernissage Startdatum: 30.3.2019
Uhrzeit: 19 Uhr


Event-Eigenschaften


Teilnahme-Informationen

Barrierefrei


Wetter

Bei schlechtem Wetter möglich