Vorträge & Tagungen

Naturmuseum Südtirol - Phytoplasmen: Krankheitserreger oder Ressource?

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Das Naturmuseum Südtirol ist Gastgeber eines Vortrags über Phytoplasmen – winzige, bakterienähnliche Mikroorganismen ohne Zellwand, die vor allem für ihre Schäden an Weinreben und Apfelbäumen bekannt sind. Der Vortrag findet in italienischer Sprache statt.



Was passiert, wenn ein Bakterium beschließt, „leicht zu reisen" und fast seine gesamte DNA eliminiert, um der perfekte Parasit zu werden? Der Vortrag beleuchtet die evolutionäre Entwicklung der Phytoplasmen: kleine „unerlaubte Bewohner" des Gefäßsystems von Pflanzen, die sich bis aufs Minimum reduziert haben, um zum „perfekten" biologischen Hacker zu werden. Sie sind vor allem für Schäden an wichtigen Kulturen Südtirols wie Weinreben und Apfelbäumen bekannt – doch ist ihre Präsenz immer nur negativ? Die Grenze zwischen Schaden und Nutzen ist oft schmaler, als es scheint.



Mit PhytoWatch, dem Citizen-Science-Projekt des Versuchszentrums Laimburg, kann jede Bürgerin und jeder Bürger zur aktiven Wächterin bzw. zum aktiven Wächter werden und die Forschung dabei unterstützen, die Geheimnisse dieser Mikroorganismen zu entschlüsseln.



Referent ist Mattia Tabarelli, Evolutionsbiologe mit einem Doktorat in Agrarwissenschaften und Biotechnologie. Seit 2021 arbeitet er als Forscher im Molekularbiologielabor des Versuchszentrums Laimburg, wo er sich vor allem mit den molekularen Interaktionen zwischen Phytoplasmen und Pflanzen befasst.



Der Vortrag findet im Rahmen der Treffen der Arbeitsgruppe Flora Südtirols statt.