Ausstellungen

KULTUR IN BEWEGUNG. Meran 1965 - 1990

Veranstalter: Kunst Meran
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Als künstlerisches Kondensat jener Jahre ist die Ausstellung „Kultur in Bewegung: Meran 1965-1990“ mit rund 100 signifikanten Werken eingerichtet.

Im Rückspiegel der Geschichte betrachtet, ist Meran in den Jahren zwischen 1965 und 1990 in vielfacher Hinsicht ein überaus bedeutendes kulturelles Zentrum mitten in Europa. Diese Behauptung ist das Ergebnis einer Vielzahl von Erkenntnissen nach einer umfangreichen Recherche über 25 Jahre politisches, kulturelles und gesellschaftliches Leben in der kleinen zweisprachigen Stadt an der Passer.

Während das Buch einen breiten kulturhistorischen Ansatz verfolgt, gewährt die Ausstellung prävalent Einblick in die Kunst jener Jahre. Zwischen Fluxus, Performance, Assemblage, Aktionskunst, Mail Art, abstrakter Malerei, Zeichnung, Schmuckkunst und Fotografie ist das künstlerische Panorama sehr breit.
Dem Generationenwechsel zwischen den Künstler*innen, ihrer Vielfältigkeit und ihren freundschaftlichen Beziehungen zueinander spürt die Ausstellung ebenso nach wie den historischen Kontexten, den politischen Intentionen und den aufrührerischen Ideen mancher Kunstschaffender.
Im Spannungsfeld der äußerst unterschiedlichen Persönlichkeiten entsteht ein dichtes Netzwerk an Künstlerkarrieren, Ausstellungen und Begegnungen. Die Werke der 45 Künstler*innen machen einen Wandel nachvollziehbar, der von einer vielschichtigen Kulturentwicklung ebenso wie von einschneidenden Brüchen geprägt ist. Diese Veränderung ist dabei nicht einem kompetitiven Wettstreit, sondern einem fruchtbaren Austausch zwischen lokal verankerten und international agierenden Kunstschaffenden zuzuschreiben – hier, Vorort in Meran, gleichermaßen wie im Ausland. Spuren kollektiven Dialogs über Kunst finden sich dabei im gemeinsamen Ausstellen oder im gemeinsamen Arbeiten an Performances und Aktionen. Eine internationale Ausbildung und erste Ausstellungserfahrungen fernab von Südtirol binden eine Reihe jüngerer Künstler*innen in das internationale Geschehen ein.
Die Jahre zwischen 1965 und 1990 waren geprägt von einer kritischen, aber grundsätzlich positiven Stimmung im Land. Der zuweilen heftig geführte politische Diskurs – nach den Bombenjahren nun endlich gewaltfrei in den Institutionen vorangetrieben –, die Anliegen der 1968er-Bewegung gepaart mit einem starken Wunsch nach Modernität, brachten Bewegung in viele Bereiche des kulturellen Lebens. Die neue Stabilität führte zu einem breiten Angebot an Kulturveranstaltungen und zu einer kontinuierlichen Internationalisierung. Eine wachsende Professionalisierung vieler Künstler*innen über Akademien, Universitäten, Auslandsaufenthalten und Ausstellungen kann ebenfalls festgestellt werden. Zudem wurde in diesen Jahren eine wachsende Zahl von Kritiker*innen und Sammler*innen aktiv, die mit offenem Blick und großem Sachverstand neue Entwicklungen in der Presse und in der Gesellschaft offenlegten.



redaktionell geprüft



Ausstellungs-Informationen


Durchführung

Kurator: Markus Neuwirth, Ursula Schnitzer
Künstler: Barbara Bertagnolli, Christoph Blum, Henri Chopin, Arnold M. Dall’O, Jakob de Chirico, Walter Erckert, Ulrich Egger, Peter Fellin, Anton Frühauf, Eduard Habicher , Toni Hanny, Siegfried Höllrigl, Elisabeth Hölzl , Hansgeorg Hölzl, Georg Jappe, Marcello Jo


Finissage

Begrüßung - Finissage: 27.06.2021

Videos des Events