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Graffiti
Mit Graffiti eröffnet Museion im März 2025 eine bahnbrechende Ausstellung über die Verbindungen zwischen Graffiti und zeitgenössischer Kunst. Erstmals in Italien widmet sich eine Museumsausstellung der Geschichte der Sprühmalerei sowie den vielfältigen künstlerischen Überführungen von Bildsprachen der Stadt und Straße ins Atelier. Graffiti zeigt sich dabei vor allem als Sichtweise und Perspektive auf urbane Landschaften.
Die Werkschau versammelt transdisziplinäre Arbeiten aus 75 Jahren und verfolgt einen Ansatz, der weit über die Historisierung von Graffiti als „Outsider“-Praxis hinausgeht. Beginnend mit frühen Sprühbildern aus den 1950er- und 1960er-Jahren spannt sie den Bogen über Arbeiten legendärer Graffiti-Writer*innen der 1980er-Jahre bis hin zu Werken zeitgenössischer Künstler*innen, die Graffiti in ihr vielfältiges Schaffen einbeziehen.
Sprühfarbe, das charakteristische Werkzeug moderner Graffiti, wurde 1951 in den USA patentiert. Zwischen ihrer Markteinführung in den 1950er-Jahren und dem Aufkommen der heute bekannten Form von Graffiti in den späten 1960er-Jahren lagen fast zwei Jahrzehnte, in denen bildende Künstler*innen jedoch bereits mit dem Medium experimentierten. Seit Sprühfarbe das dominierende Ausdrucksmittel für Graffiti geworden ist, wird sie automatisch mit dieser Kunstform verbunden. Selbst eine einfache Linie Spray auf Leinwand weckt heute unmittelbar Assoziationen mit Rebellion und urbaner Kultur.
Auf 1.500 Quadratmetern versammelt die Ausstellung auf den beiden oberen Museumsetagen Schlüsselwerke von der Mitte des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart sowie neue, ortsspezifische Arbeiten.
Graffiti beginnt mit Werken aus den 1950er- und 1960er-Jahren von Künstler*innen wie Hedda Sterne, David Smith, Martin Barré, Dan Christensen, Carol Rama und Charlotte Posenenske. In Dialog damit treten Leinwandarbeiten legendärer Graffiti-Writer wie Rammellzee, Futura 2000, Blade und Lee Quiñones. Bedeutenden Werken aus den 1980er- und 1990er-Jahren, in denen sich Graffiti und zeitgenössische Kunst verbinden – darunter von Lady Pink & Jenny Holzer, Martin Wong & LA2 und Keith Haring – folgen jüngere Spraybilder von Heike-Karin Föll, Michael Krebber und Christopher Wool. Digitale Graffiti-Zeichnungen von Georgie Nettell treffen unter anderem auf Patricia L. Boyds Fotogramm einer Bushaltestelle und Karin Sanders Gebrauchsbilder. Dieser Teil der Ausstellung umfasst ebenso Werke zeitgenössischer Graffiti-Künstler*innen wie Kunle Martins und WANTO sowie neue Arbeiten von N.O.Madski im Dialog mit Skulpturen von KAYA.
Schließlich verwandelt sich die Ausstellung in eine Stadtlandschaft, bevölkert von Arbeiten, in denen sich die rauen und kreativen Seiten urbaner Realitäten auf vielfältige Weise widerspiegeln. Graffiti zeigt sich als Material in Filmen und Fotografien, wie etwa von Charles Atlas und Manuel DeLanda, sowie in raumgreifenden Installationen und Skulpturen. Josephine Prydes New Media Express, eine mit Graffiti besprühte Modelleisenbahn, bewegt sich zwischen Klara Lidéns Readymade-Mülleimern und Verteilerkästen. Weitere Methoden der Markierung urbaner Oberflächen finden sich in R.I.P. Germains skulpturaler Nachbildung einer Schaufensterfront, einer neuen Wandinstallation von Matias Faldbakken und den Street Casts von Alix Vernet.
Graffiti bildet den Auftakt einer neuen, langfristigen Museion-Forschungslinie, die ihren Fokus auf sanfte und gewaltlose Formen des Widerstands sowie Kunst als soziale und urbane Praxis legt.
Die Ausstellung wird ko-kuratiert von dem in New York lebenden Künstler und Archivar Ned Vena (*1982 in Boston, USA). Seine künstlerische Praxis umfasst Malerei, Skulptur, Installation und Film und ist geprägt von seiner aktiven Tätigkeit als Graffiti-Writer sowie seinen umfassenden Recherchen zur Geschichte von Graffiti. Umgekehrt hat seine intensive Beschäftigung mit der Geschichte der Malerei auch sein Verständnis von Graffiti beeinflusst.
Die Werkschau versammelt transdisziplinäre Arbeiten aus 75 Jahren und verfolgt einen Ansatz, der weit über die Historisierung von Graffiti als „Outsider“-Praxis hinausgeht. Beginnend mit frühen Sprühbildern aus den 1950er- und 1960er-Jahren spannt sie den Bogen über Arbeiten legendärer Graffiti-Writer*innen der 1980er-Jahre bis hin zu Werken zeitgenössischer Künstler*innen, die Graffiti in ihr vielfältiges Schaffen einbeziehen.
Sprühfarbe, das charakteristische Werkzeug moderner Graffiti, wurde 1951 in den USA patentiert. Zwischen ihrer Markteinführung in den 1950er-Jahren und dem Aufkommen der heute bekannten Form von Graffiti in den späten 1960er-Jahren lagen fast zwei Jahrzehnte, in denen bildende Künstler*innen jedoch bereits mit dem Medium experimentierten. Seit Sprühfarbe das dominierende Ausdrucksmittel für Graffiti geworden ist, wird sie automatisch mit dieser Kunstform verbunden. Selbst eine einfache Linie Spray auf Leinwand weckt heute unmittelbar Assoziationen mit Rebellion und urbaner Kultur.
Auf 1.500 Quadratmetern versammelt die Ausstellung auf den beiden oberen Museumsetagen Schlüsselwerke von der Mitte des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart sowie neue, ortsspezifische Arbeiten.
Graffiti beginnt mit Werken aus den 1950er- und 1960er-Jahren von Künstler*innen wie Hedda Sterne, David Smith, Martin Barré, Dan Christensen, Carol Rama und Charlotte Posenenske. In Dialog damit treten Leinwandarbeiten legendärer Graffiti-Writer wie Rammellzee, Futura 2000, Blade und Lee Quiñones. Bedeutenden Werken aus den 1980er- und 1990er-Jahren, in denen sich Graffiti und zeitgenössische Kunst verbinden – darunter von Lady Pink & Jenny Holzer, Martin Wong & LA2 und Keith Haring – folgen jüngere Spraybilder von Heike-Karin Föll, Michael Krebber und Christopher Wool. Digitale Graffiti-Zeichnungen von Georgie Nettell treffen unter anderem auf Patricia L. Boyds Fotogramm einer Bushaltestelle und Karin Sanders Gebrauchsbilder. Dieser Teil der Ausstellung umfasst ebenso Werke zeitgenössischer Graffiti-Künstler*innen wie Kunle Martins und WANTO sowie neue Arbeiten von N.O.Madski im Dialog mit Skulpturen von KAYA.
Schließlich verwandelt sich die Ausstellung in eine Stadtlandschaft, bevölkert von Arbeiten, in denen sich die rauen und kreativen Seiten urbaner Realitäten auf vielfältige Weise widerspiegeln. Graffiti zeigt sich als Material in Filmen und Fotografien, wie etwa von Charles Atlas und Manuel DeLanda, sowie in raumgreifenden Installationen und Skulpturen. Josephine Prydes New Media Express, eine mit Graffiti besprühte Modelleisenbahn, bewegt sich zwischen Klara Lidéns Readymade-Mülleimern und Verteilerkästen. Weitere Methoden der Markierung urbaner Oberflächen finden sich in R.I.P. Germains skulpturaler Nachbildung einer Schaufensterfront, einer neuen Wandinstallation von Matias Faldbakken und den Street Casts von Alix Vernet.
Graffiti bildet den Auftakt einer neuen, langfristigen Museion-Forschungslinie, die ihren Fokus auf sanfte und gewaltlose Formen des Widerstands sowie Kunst als soziale und urbane Praxis legt.
Die Ausstellung wird ko-kuratiert von dem in New York lebenden Künstler und Archivar Ned Vena (*1982 in Boston, USA). Seine künstlerische Praxis umfasst Malerei, Skulptur, Installation und Film und ist geprägt von seiner aktiven Tätigkeit als Graffiti-Writer sowie seinen umfassenden Recherchen zur Geschichte von Graffiti. Umgekehrt hat seine intensive Beschäftigung mit der Geschichte der Malerei auch sein Verständnis von Graffiti beeinflusst.