Theater

Gerhard Polt und die Wellbrüder aus'm Biermoos

Veranstalter: Kunstverein Kallmünz
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2019 wird Gerhard Polt mit einem Ehrenstier ausgezeichnet, denn seit über vierzig Jahren brilliert Polt auf der Bühne; In Meran tritt er mit den Well-Brüdern aus dem Biermoss auf.

Den Eröffnungsabend am 10. Mai bestreitet der Ehrenpreisträger Gerhard Polt, der mit den Well-Brüdern aus dem Biermoos auftritt. Seit knapp 40 Jahren arbeitet der große Solist, Menschendarsteller, Sprachphilosoph und Kabarettist mit den hochmusikalischen Well-Brüdern aus dem bayerischen Biermoos zusammen. Mit der Vergabe des Ehrenstiers geizen die Radioleute und so wird dieser Preis nicht jedes Jahr verlieren. Dennoch liest sich die Liste der Preisträger wie ein "Who is Who" der Kabarettszene: Emil Steinberger, Franz Hohler, Werner Schneyder, Dieter Hildebrandt, Ottfried Fischer oder Josef Hader, um nur einige zu nennen.

Wenn Gerhard Polt da ist, dann ist er da. Steht im Raum oder auf der Bühne und füllt sie aus. Mühelos. Wahrscheinlich liegt darin sein Geheimnis: dass er die Fähigkeit, einfach nur da zu sein, beherrscht wie kaum ein anderer.
Seit über vierzig Jahren brilliert Polt als Kabarettist und Satiriker, als Filmregisseur und Hörspielmacher, als Geschichtenerzähler und Philosoph. Er braucht keinen Ruhestand, um in sich zu ruhen. Um «herumzuschildkröteln» und das «Vor-sich-hin-Sinnlosen» zu kultivieren. Das sind so Begriffe, wie sie nur dem Polt einfallen und in denen eine ganze Lebensphilosophie kristallisiert.

Ruhe, das ist für Gerhard Polt die Voraussetzung, um die Komik zu sortieren, die in der Welt herumliegt. Um den Wahnsinn im Alltäglichen zu erkennen. Polt ist ein begnadeter Beobachter. Er schaut seinen Zeitgenossen aufs Maul. Auch und gerade dann, wenn es weh tut. Wenn der Mensch seine monströse Seite zeigt. Wenn er sich als engstirnig, kleingeistig und ignorant erweist. Polt wuchtet ihn auf die Bühne, in seiner ganzen furchterregenden Banalität, schauderhaft echt, eben «fast wia im richtigen Leben».

Dazu braucht Gerhard Polt keine Kostümierung. Die Bevölkerung eines ganzen Stadtteils kann er allein mit der Kraft seiner Stimme lebendig werden lassen. Das hat er schon 1976 eindrucksvoll demonstriert: «Als wenn man ein Dachs wär' in seinem Bau», so lautet der Titel des Meisterstücks, mit dem Gerhard Polt seine Karriere als Satiriker begann. Das für den Hessischen Rundfunk produzierte Hörspiel handelt von der Luxussanierung eines Münchner Viertels, vom Verschwinden der Vergangenheit und ihrer Vertreibung durch die Zukunft.

Das Stück ist auch heute noch aktuell und relevant. Und Gleiches gilt für seinen Schöpfer. Wie hat es Gerhard Polt mal so unnachahmlich treffend formuliert? «Die Satire stirbt nicht, solange der Mensch menschelt.»

Trägerschaft
RAI Südtirol in Zusammenarbeit mit den öffentlich-rechtlichen Radiosendern von ARD, ORF und SFR

Organisation in Meran
Kunstverein Kallmünz in Zusammenarbeit mit der Projektagentur Origamo

Für den reibungslosen Ablauf der beiden Veranstaltungen sorgt das OK-Team mit Robert Asam (Programm), Monika Gamper (Organisation), Meinhard Khuen (Kunstverein Kallmünz) und Marion Thöni (Pressearbeit).

Die 1. Meraner Kabarett Tage werden unterstützt von: Dreika, Doppelmayr und Metzgerei & Feinkost Siebenförcher. Der Salzburger Stier wird gefördert von: Autonome Provinz Bozen, Stadtgemeinde Meran, Kurverwaltung Meran und Stiftung Südtiroler Sparkasse; Partner ist Rai Südtirol.


redaktionell geprüft



Informationen zum Theaterstück


Besetzung und Durchführung

Autor: Gerhard Polt
Darsteller: Gerhard Polt, Karli, Stofferl, Michael Well
Musik: Well-Brüder Aus'm Biermoos


Diese Veranstaltung ist Teil der Eventserie

Salzburger Stier/ Radio-Kabarettpreis

Videos des Events


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