Ausstellungen

Finissage Chinesische Kalligraphie und Malerei

Veranstalter: artdepot
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Finissage Chinesische Kalligraphie und Malerei am Sa 04.08.2018 um 11:00 Uhr galerie artdepot, Maximilianstr. 3, 6020 Innsbruck


Chinesische Schriftzeichen sind in den letzten Jahren besonders in Form von Tätowierungen beliebt geworden. Sie sind jedoch auch in der Kunst als gedruckte und handgemalte Zeichen Bestandteile von Malerei. Sind diese Schriftzeichen besonders schön gearbeitet bezeichnet man sie als Kalligraphie. Neben dem Go-Spiel, Musik und Malerei, zählt die Chinesische Kalligraphie zu den vier Kunstrichtungen, die seit Jahrhunderten in China gepflegt werden. Der Stellenwert von Kalligraphie ist dem der Malerei in China gleichgestellt, oft wird Kalligraphie mit Malerei kombiniert, sodass ein lyrisches Ganzes entsteht. Es gibt ganz exakte Regeln wie Kalligraphie auszusehen hat. Die wichtigsten Utensilien für Kalligraphie sind Pinsel, Tusche, Reibstein und Papier. Diese Werkzeuge werden auch als die "vier Schätze des Gelehrtenzimmers" bezeichnet

Die traditionelle chinesische Malerei ist eine der ältesten noch bestehenden und ausgeübten Traditionen der Welt. Sie erfordert sehr viel Gedult, Technik, Konzentration und Talent. Jahrelange Übung ist erforderlich um sich diese Form der Kunst anzueignen. Es gelten bei der Malerei dieselben zwei Haupttechniken wie bei der Kalligraphie.

1. Gong Bi Hua ist ein Stil bei dem sorgfältig, ordentlich und detailgetreu gearbeitet wird. Es wird dabei ein weniger saugfähiges dünnes Reispapier verwendet und mit zwei Pinseln gleichzeitig gearbeitet. Dabei enthält der eine Pinsel nur sauberers Wasser um die vom anderen Pinsel aufgetragenen Tuschetupfer sorgfältig und randlos verteilen zu können. Ganz zu Beginn werden jedoch nur die Konturen eines Objekts in dünnen Linien gezeichnet, die dann laviert werden, um die Plastizität durch Schattenzeichnung zu erreichen. Dann werden in mehreren Schichten lebhafte Farben aufgetragen. In der chinesischen Geschichte verwendet viele Hofmaler diese Technik um den Prunk des Kaiserhauses auszudrücken.

2. Cu Bi Hau (Zeichnung mit groben Pinselstrichen) ist die Spontanmalerei, die auf saugfähigem Paier gemalt wird, das wenig Korrekturen zulässt. Es geht bei diesem Stil mehr um die persönlichen Gefühle und Interpretation des Malers bezüglich seines Objekts, als um detailgetreue Nachahmung. Der Maler sollte dabei sein Werk bereits im Kopf haben um es dann in einfachem und schlichtem Stil auf Papier zu bringen. Ein altes Sprichwort besagt, dass bei dieser Technik der Malschüler den Meister zunächst tausendmal kopieren sollte, bis dieser selbst kreativ tätig werden soll.

Die Gruppenausstellung präsentiert folgende chinesische Künstler:

PENG Shuchun, WANG Hanqing, WANG Tianmei, WANG Xinming, WANG Zemin, WANG Zhi, XIANG Kexing, LU Yuan, ZHONG Haiying, BIAN Hong, ZHENG Shaoqiu

Alle ausgestellten Bilder sind auf typischem Reispapier gemalt.


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