Film

Der sechste Kontinent

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Kino-Dokumentarfilm


Im Haus der Solidarität am Rande von Brixen wohnen an die 50 Menschen zusammen, allerdings nicht unbedingt freiwillig, sondern sie alle verbindet eines: Sie sind Gestrandete unserer Gesellschaft, die als problematisch und oft auch als nicht erwünscht gelten. Obdachlos, krank, süchtig, arbeitslos, verfolgt, auf der Flucht. Erwin, der Ex-Alkoholiker, saß mal im Knast, Sumi findet Zuflucht vor ihrem Ex-Freund, der ihr nachstellt, Ousman, der politische Flüchtling aus Afrika oder Hatem, der Koch, der durch die Wirtschaftskrise kurzfristig auf der Straße gelandet ist. Im Haus der Solidarität finden diese Menschen ein temporäres Zuhause, bis sie wieder zurück in ein normales Leben können. Aber wie kann so ein vielfältiges Zusammenleben funktionieren?

Auf experimentelle Weise und mit verblüffenden Lösungsansätzen wird ein Rahmen geschaffen, in dem die verschiedensten Menschen wieder Halt und Selbstständigkeit finden. Für den Koch Hatem ist dieser Lebensraum mit den unterschiedlichen Menschen und Kulturen zu einem eigenen, sechsten Kontinent der Erde geworden. Als jedoch der Umzug in ein neues Gebäude ansteht, ist die Zukunft für viele Bewohner auf einmal wieder ungewiss.

Der Regisseur Andreas Pichler (Das Venedig Prinzip, Das System Milch) ist über einen längeren Zeitraum mehreren Geschichten und Schicksalen im Haus der Solidarität nachgegangen. Er zeichnet ein subtiles Porträt des vielfältigen, aber auch schwierigen Zusammenlebens und Arbeitens in einem sozialen Projekt, das utopische Züge hat und über ein anonymes Koexistieren hinausgeht.


redaktionell geprüft



Ausstellungs-Informationen

Durchführung

Regie: Andreas Pichler


Event-Eigenschaften

Wetter

Bei schlechtem Wetter

Informationen zum Film

Details

Dauer: 81 Minuten
Land: Italien