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Alexander Tinei - sown by the roadside

Veranstalter: Galleria Doris Ghetta
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Alexander Tinei realisiert eigens für diese Ausstellung einen neuen Werkzyklus.

ALEXANDER  TINEI

sown by the roadside

 

Vernissage, Samstag, 30.03.2019    19–21
Uhr Pontives Süd 8

Ausstellungsdauer: 31.03. – 20.05.2019



 



 

PRESSETEXT

 

Alexander Tinei wurde 1967 in Moldawien
geboren, und lebt und arbeitet bereits seit vielen Jahren in Budapest. Sein
großräumiges Atelier ermöglicht ihm eine Arbeitsweise in sehr großen Formaten,
wobei er stets an mehreren Bildern in unterschiedlichen Größen parallel
arbeitet. So entstehen Serien, welche thematisch zusammengefasst werden können.
Die Galleria Doris Ghetta freut sich außerordentlich, diesem großartigen Maler
eine Einzelausstellung in ihren Räumen in Pontives zu widmen. Alexander Tinei
realisiert eigens für diese Ausstellung einen komplett neuen Werkzyklus,
welcher eine fundamentale Weiterentwicklung zu seinen vorhergehenden Arbeiten
darstellt, und doch auf diese inhaltlich und technisch verweist.

Viele der Arbeiten dieser neuen Serie betiteln
sich mit „ measuring the roots “. Die dargestellten Personen halten einen
Meterstab in der Hand, Wurzeln bestimmen den Bildhintergrund, und definieren
den Raum, der die Figuren umgibt. Im Gegensatz zu seinen früheren Arbeiten, in
denen sich diese Wurzeln wie sichtbare Venen durch die Körper der Protagonisten
ziehen, haben sie sich hier nun aus den Körpern befreit, und werden zum
raumbestimmenden Element. Auf einer symbolischen Ebene verweisen sie, zusammen
mit dem Meterstab, auf die Suche des Künstlers nach seiner eigenen Identität
und nach seinen kulturellen Wurzeln. Darüber hinaus steht dieser neue Werkzyklus
aber auch für eine Beschäftigung mit den Traditionen und Möglichkeiten des
Mediums der Malerei an sich.

Die Arbeiten beinhalten wichtige Elemente,
welche das Medium der Malerei betreffen, wie z.B. die Recherche rund um das
Thema Portrait, aber auch ein neuer Umgang mit Farbe, Struktur und Oberfläche.
Das Portrait ist Alexander Tinei’s große Leidenschaft und eines der Hauptthemen
in seinen Werken. Mit diesem klassischen Genre beschäftigt er sich nun bereits
seit vielen Jahren, recherchiert und analysiert es in all seinen Facetten,
Möglichkeiten und seiner kunsthistorischen Dimension, bis hin zum detaillierten
Studium der Portraitmalerei wichtiger klassischer und zeitgenössischer Maler,
wie Gerhard Richter, Marlene Dumas, aber auch Modigliani, Velasques, Goya,
deren malerische Strategien er immer wieder in seine Bilder mit einfließen
lässt. Seit einiger Zeit sind es junge Personen wie Models, Blogger, oder
anonyme Portraits aus den Social Medias, die Tinei in seinen Arbeiten
darstellt. Diese entstammen einer Welt von Selbstdarstellung, Publicity und
Vermarktung, und sind Spiegel unserer aktuellen Zeit, unserer Posen und
Repräsentationsmodi.

Wenn die Hintergründe in den Malereien Tinei’s
früher realistische Räume und Landschaften darstellten, so ist es nun vielmehr
eine abstrakte Welt, welche seine Figuren umgibt. Diese ist geprägt von
farbigen Feldern im Kontrast zu schwarz/weißen Flächen. Das Arbeiten mit
ausgeprägter Farbigkeit ist neu bei Tinei, und in diesen Werken zu einem
relevanten Faktor geworden. Die Farbe hat dabei durchwegs den Charakter eines
emotionalen Vehikels, um Freude oder Trauer, Erschrecken oder Ruhe usw. zu
vermitteln, ähnlich dem Einsatz von Farbe in den Bildern z.B. eines Edward
Munch.

Technisch gesehen arbeitet Tinei letzthin
ausgiebig mit Klebe-Tape, mit welchem er den Bildern Rhythmus und Struktur
verleiht. Dabei geht es in seinen Malereien nun mehr um Struktur, Textur und
malerische Möglichkeiten, und der erzählerische Aspekt in tritt den
Hintergrund. Die Technik der Collage ist ihm dabei ein wichtiges Hilfsmittel,
indem Tinei nicht nur Bildinhalte sampelt und überlagert, sondern auch
verschiedene Oberflächenstrukturen, aber auch malerische Techniken im Bild zu
einer spannenden und vielfältigen Textur komponiert.

Trotz eines komplexen und zeitaufwändigen
Entstehungsprozesses von mehreren Monaten, in denen Tinei die Einzelteile des
Bildes wie ein Puzzle zusammensetzt, wirken die Arbeiten leicht und frisch, so
als wären sie innerhalb eines Tages entstanden.

Mit diesem Zyklus begibt sich Tinei auf die
Suche nach einer Malerei als vielfältiger und spannender Möglichkeit der
Konstruktion und Reflektion von Realität.

 

Sabine Gamper

 

 

Alexander Tinei, 1967 geboren in Caushani,
Moldavien, lebt und arbeitet in Budapest.

Einzel- und Gruppenausstellungen in Europas, USA
und Japan.

































































 


redaktionell geprüft



Ausstellungs-Informationen


Vernissage

Künstler/in anwesend Mit Vernissage

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